Temporäre Netzlücke, emissionsarmer Strom: Hybridenergie für Windpark
Die MLK Gruppe leistet mit ihren Windparks einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende. Aber der Projektentwickler möchte noch einen Schritt weitergehen und bereits während der Bauphase Emissionen einsparen. So auch beim Windpark Kleinbouslar unweit der niederländischen Grenze. Der fehlende Netzanschluss wurde mit einer Kombination aus Batteriespeicher und Stromaggregat überbrückt. Diese Hybridenergielösung reduzierte nicht nur die Emissionen, sondern auch die Betriebskosten.
Das Projekt in Kürze
Beim Windpark Kleinbouslar wurden zwei Windenergieanlagen fertiggestellt, bevor das Umspannwerk in Betrieb ging. Für Steuerung, Fernüberwachung und Hindernisbefeuerung war deshalb eine temporäre, unterbrechungsfreie Stromversorgung nötig. Statt vier Dieselaggregaten im Dauerbetrieb setzte die MLK Gruppe auf eine hybride Lösung aus 150 kVA Batteriespeicher und 70 kVA Stromaggregat. Das Aggregat läuft nur zum Nachladen. Ergebnis: rund 70-90 % weniger Dieselverbrauch sowie deutlich weniger Emissionen, Lärm und Verschleiß.
Termingerechte Installation stellte den Windpark vor eine Herausforderung
Der Windpark Kleinbouslar umfasst insgesamt vier Windenergieanlagen mit je 5,6 MW Leistung. Zum Windpark gehört ein ebenfalls neu errichtetes Umspannwerk, das später die Stromversorgung der Windräder und die Stromeinspeisung übernehmen wird. Zwei der Anlagen konnte die MLK Gruppe bereits vor Inbetriebnahme des Umspannwerks fertigstellen. Diese termingerechte Umsetzung konfrontierte das Unternehmen mit der Herausforderung, den fehlenden Netzanschluss zu überbrücken. Denn auch wenn Windräder noch keinen Strom einspeisen, müssen sie kontinuierlich fernüberwacht gesteuert und fluggesichert werden. Das erfordert eine zuverlässige unterbrechungsfreie Stromversorgung.
Von herkömmlicher Stromversorgung zu einer Hybridkombination mit Batteriespeicher
In der Vergangenheit setzte man zur Überbrückung von fehlenden Netzanschlüssen auf herkömmliche Dieselaggregate. Für den Betrieb der zwei Windenergieanlagen im Windpark Kleinbouslar wären vier Aggregate mit je 70 kVA Leistung nötig gewesen. Diese wären im Dauerbetrieb gelaufen und hätten somit kontinuierlich Kraftstoff verbraucht. Bei diesem Projekt wollte die MLK Gruppe Ressourcen schonen und setzte stattdessen einen 150 kVA Batteriespeicher in Kombination mit einem 70 KVA Stromaggregat ein. Die technische Umsetzung erforderte im Vorfeld detaillierte Berechnungen, unter anderem zu Spannungsverlusten und Kabelquerschnitten, um die stabile Versorgung über die Distanz sicherzustellen.
Intelligente Technik spart Kraftstoff und Emissionen
Die zentrale Batterieeinheit, die Battery Box 150, deckt den kontinuierlichen Grundbedarf der beiden Windenergieanlagen. Das gekoppelte 70 kVA Aggregat springt nur dann an, wenn die Batterie nachgeladen werden muss – und das ausschließlich unter optimaler Auslastung. Dadurch entfällt der ineffiziente Betrieb im niedrigen Lastbereich.
Dieses Hybridenergiekonzept vermeidet den ineffizienten Dauerbetrieb des Stromaggregates im niedrigen Lastbereich. Das Aggregat läuft nur für kurze Zeit unter optimaler Auslastung, um die Batterie zu laden. Das senkt Emissionen und Betriebskosten.
Durch die Hybridlösung sinkt der Dieselverbrauch im Vergleich zum Betrieb mit vier dauerhaft laufenden Aggregaten um circa 70 bis 90 Prozent. Gleichzeitig reduzieren sich CO2- und Lärmemissionen erheblich – ein Vorteil sowohl für die Umwelt als auch für die Betriebskosten.
Dieses Projekt zeigt, dass auch bei der mobilen Stromversorgung von Windenergieanlagen auf Batteriespeichertechnologie gesetzt werden kann. Wir begrüßen die Ambitionen der MLK Gruppe zu mehr Nachhaltigkeit und freuen uns, mit unserer Battery Box einmal mehr einen Beitrag zu weniger Emissionen geleistet zu haben.
Zusammenfassung
Herausforderung:
- Fehlender Netzanschluss während der Bauphase, obwohl die Windenergieanlagen bereits betriebsbereit waren
- Notwendigkeit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung für Steuerung, Fernüberwachung und Hindernisbefeuerung
- Vermeidung eines ineffizienten Dauerbetriebs mehrerer Dieselaggregate mit hohem Kraftstoffverbrauch und Emissione
Lösung:
- Battery Box 150
- 70 kVA Stromaggregat ausschließlich zum Nachladen der Batterie unter optimaler Auslastung
Nutzen:
- Reduzierter Dieselverbrauch um 70–90 % sowie deutlich geringere CO₂‑, Lärm- und Schadstoffemissionen
- Zuverlässige, unterbrechungsfreie Versorgung der Windenergieanlagen trotz fehlendem Netzanschluss
- Weniger Verschleiß und geringere Betriebskosten durch Wegfall des ineffizienten Dauerbetriebs mehrerer Aggregate
Sie möchten ebenfalls auf mobile Hybridenergie oder Batteriespeicher als Insellösung umsteigen?
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