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Technik

Für jede Gruppe der passende rote Faden: Ronnys Training zu Stromaggregaten

Porträtfoto von Ronny vor einem geöffneten Stromaggregat

Ronny Bloemen bringt mehr als 20 Jahre Schulungserfahrung mit und weiß, wie unterschiedlich Menschen an technische Themen herangehen. Deshalb folgt sein Training nicht nur einem einzigen roten Faden: Je nach Vorwissen und Lernziel führt er die Teilnehmenden auf unterschiedlichen Wegen durch die Technik eines Stromaggregats. Wie er Trainer geworden ist und komplexe Zusammenhänge greifbar macht, erzählt seine Teamstory.

Sprung ins kalte Wasser: gemeistert

Ronny arbeitete lange bei einem bekannten niederländischen Heiztechnikhersteller. Seine Trainerlaufbahn begann dort mit der einfachen Frage, ob er sich vorstellen könne, Trainer zu werden. Obwohl er weder Unterrichtserfahrung noch eine pädagogisch-didaktische Ausbildung hatte, war ihm intuitiv klar, dass diese Aufgabe zu ihm passt. Kurze Zeit später schulte er Fachkräfte zu Heizkesseln und Wärmepumpen – und blieb über 20 Jahre in dieser Position.

Zu Beginn half ihm eine grundsätzliche Überlegung: Wie müsste ein Thema vermittelt werden, damit er es selbst gut verstehen könnte? Indem er sich in die Perspektive der Teilnehmenden versetzt, findet er heraus, welcher Zugang zu ihren Vorkenntnissen und Lernzielen passt.

Technical Trainer Ronny spricht mit einem Teilnehmer neben dem geöffneten Bedienfeld eines Stromaggregats.

Von Heizkesseln und Wärmepumpen zu Stromaggregaten

Vor einem Jahr wechselte Ronny zu Bredenoord. Er arbeitete sich intensiv in die Funktionsweise der Stromaggregate ein und entwickelte das Grundlagentraining weiter. Innerhalb von drei Tagen vermittelt er heute unser technisches Herzstück: wie ein Stromaggregat aufgebaut ist, welche Aufgaben seine Komponenten erfüllen und wie sie zusammenwirken.

Die Teilnehmenden bringen ganz unterschiedliche Vorkenntnisse mit. Häufig sind es neue Mechanikerinnen und Mechaniker oder Mitarbeitende, die erst seit kurzer Zeit bei Bredenoord arbeiten. Doch auch für ausgebildete Elektrofachkräfte ist die Schulung sinnvoll: Sie kennen die Elektrotechnik, aber nicht zwangsläufig das Zusammenspiel sämtlicher Komponenten eines Stromaggregats. Umgekehrt verfügen mechanisch ausgebildete Mitarbeitende meist über viel Motorenwissen, während die Elektrotechnik für sie zunächst weniger vertraut ist.

Selbst Kolleginnen und Kollegen ohne technische Funktion nehmen teil. So hatte Ronny bereits mehrere Führungskräfte in seinen Trainings.

Es freut mich, dass auch Teamverantwortliche an meinem Training teilnehmen. Sie möchten dieselbe Sprache sprechen wie ihre Leute. Das verdient Anerkennung und spricht für das Unternehmensgefühl: Alle sind gleich, und alle können voneinander lernen.Ronny BloemenTechnical Trainer bei Bredenoord Apeldoorn

Mehrere rote Fäden führen zum Lernziel

Zu Beginn jedes Trainings fragt Ronny, welche Fragen die Teilnehmenden nach den drei Tagen beantwortet haben möchten. Damit verschafft er sich ein Bild von ihrem Vorwissen, ihren Aufgaben und ihren Erwartungen. Anschließend entscheidet er, welche Themen besondere Aufmerksamkeit benötigen und wo er tiefer einsteigen kann.

Sein umfangreiches Trainingsmaterial folgt deshalb nicht nur einem einzigen roten Faden. Ronny hat verschiedene inhaltliche Linien vorbereitet, die von den Grundlagen zu unterschiedlichen Lernzielen führen. Je nachdem, was eine Gruppe bereits weiß und für ihren Arbeitsalltag benötigt, wählt und kombiniert er die passenden roten Fäden. Der Rahmen bleibt derselbe – die konkrete Schulung aber verändert sich jedes Mal.

Kein Training ist gleich. Selbst wenn ich die Schulung fünfmal in einer Woche geben würde, wären es fünf verschiedene Trainings.Ronny BloemenTechnical Trainer bei Bredenoord Apeldoorn

Vom ersten Schlüsseldreh bis zur Fehlersuche

Ronny erklärt nicht nur Technik, sondern macht sie plastisch erfahrbar. Deshalb erschließen sich die Teilnehmenden das Aggregat Schritt für Schritt – zunächst im Schaltplan, dann direkt an der Maschine und schließlich anhand von Störungen.

So sind Ronnys Trainings strukturiert

  • Tag 1: Abläufe sichtbar machen

    Abläufe sichtbar machen Was geschieht im Aggregat, wenn der Schlüssel gedreht wird? Die Teilnehmenden verfolgen die ausgelösten Vorgänge im Schaltplan und kennzeichnen Stromwege und Funktionen mit Farben.

  • Tag 2: Theorie und Maschine verbinden

    Nummerierte Karten kennzeichnen die Komponenten im Aggregat. Die Teilnehmenden identifizieren die Bauteile und finden sie anschließend im bearbeiteten Schaltplan wieder.

  • Tag 3: Störungen systematisch beheben

    Eine Störung am Aggregat wird simuliert. Mithilfe des Schaltplans grenzen die Teilnehmenden die Ursache Schritt für Schritt ein und beheben den Fehler.

Das Training endet nach drei Tagen – seine eigentliche Wirkung zeigt sich jedoch am vierten: zurück am Arbeitsplatz. Dort können die Teilnehmenden ihr neues Wissen unmittelbar nutzen, technische Zusammenhänge schneller erkennen und bei Störungen gezielter vorgehen. Genau dieser Praxistransfer macht Ronny an seiner Arbeit besonders viel Freude. Am schönsten ist es für ihn, wenn jemand nach der Schulung sagt: „Das war genau das, was ich gebraucht habe.“

Trainer Ronny bespricht mit drei Teilnehmenden einen Schaltplan vor einem geöffneten Stromaggregat.

Sicherer arbeiten, Störungen gezielter beheben

Viele Teilnehmende arbeiten vor oder nach dem Training in der sogenannten Grünmachstraße. Dort werden zuvor vermietete Maschinen nach ihrer Rückkehr kontrolliert, gewartet und für den nächsten Einsatz vorbereitet. Wer die Komponenten und ihre Funktionsweise versteht, kann Auffälligkeiten besser einordnen, Fehler systematischer suchen und Wartungs- oder Reparaturarbeiten gezielter ausführen. Davon profitieren auch die Kunden.

Wer versteht, was im Inneren eines Aggregats geschieht und bei der Fehlersuche systematisch vorgeht, kann sicherer arbeiten und Störungen schneller und gezielter lokalisieren und beheben. Davon profitieren auch unsere Kunden.Ronny BloemenTechnical Trainer bei Bredenoord Apeldoorn

Die Grundlagen bleiben – das Training entwickelt sich weiter

Auch mit der Stage V Technologie verlieren die klassischen Grundlagen nicht an Bedeutung. Der grundsätzliche Aufbau und die Funktionsweise eines Stromaggregats bleiben gleich. Wer daran anschließen und tiefer in Stage V einsteigen möchte, kann Erjans Stage V Training besuchen.

Ronnys Grundlagentraining entwickelt sich kontinuierlich weiter. Im Austausch mit Forschung & Entwicklung nimmt er neue Produkte und Technologien in die Inhalte auf. Gleichzeitig fragt er Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen regelmäßig, welche technischen Themen und Herausforderungen ihnen im Arbeitsalltag begegnen. So bleibt sein Training nah an der Praxis und technisch aktuell – und bietet auch künftig für jede Gruppe den passenden roten Faden durch die Welt der Stromaggregate.

Angekommen bei Bredenoord

Das Gespräch mit Ronny fand zwei Tage vor seinem ersten Bredenoord Jubiläum statt. Wo dieses Jahr geblieben ist, kann er selbst kaum sagen – so schnell ist es für ihn vergangen. Er fühlt sich im Unternehmen sehr wohl und schätzt besonders die offene, hilfsbereite Zusammenarbeit. 

Ich fühle mich pudelwohl bei Bredenoord. Ideen werden ausgetauscht, Meinungen gehört, und man unterstützt sich gegenseitig. Bei meinen Trainings spüre ich außerdem eine hohe Eigenmotivation der Teilnehmenden – das motiviert auch mich selbst jeden Tag aufs Neue.

Ronny, herzlichen Dank für das Gespräch und Glückwunsch zum 1. Geburtstag bei Bredenoord!

Alexander Sternberg Bredenoord

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